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Für Energieversorger gelten besondere Regeln im Mahnverfahren

Bei den Energieversorgern beobachte ich in den vergangenen Jahren eine besorgniserregende Entwicklung. Immer mehr Haushalten muss der Strom- oder Gasanschluss gesperrt werden – die Zahl liegt mittlerweile bei über 300.000 jährlich. Das ist zum einen problematisch, weil vermehrte Sperrungen hohe Kosten für Energieunternehmen bedeuten, aber zum anderen natürlich, weil jährlich hunderttausende Menschen nicht mehr mit Strom und Gas versorgt werden.

Insbesondere dann, wenn Endkunden nicht in ihrer Wohnung anzutreffen sind, oder den Zugang zum Strom- bzw. Gaszähler verwehren, kann es für Energieunternehmen teuer werden. Um Zutritt in eine Privatwohnung zu erlangen, sind umfangreiche juristische Schritte notwendig. Darüber hinaus ist das Risiko meiner Erfahrung nach sehr hoch, dass ein langwieriger Klageprozess die Kundenbeziehung dauerhaft beschädigt. Für mich ist daher der beste Weg, die Sperrung der Energieversorgung zu vermeiden – und dabei können wir unterstützen.

Frühzeitig und zielgruppenspezifisch Mahnen

Im Utilities-Sektor müssen Mahn- und Inkassoprozesse mit einer besonderen Sensibilität angegangen werden. Selbst wenn der erste gütliche Sperrversuch gescheitert ist, können flexible Inkassosequenzen und intelligente, auf den Endkunden abgestimmte Mahnverfahren die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass die offene Forderung beglichen wird. Eine Sperrung kann somit verhindert werden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei weitem nicht hinter jeder offenen Forderung auch ein zahlungsunwilliger Kunde steht. Manchmal sind es externe, schwer kalkulierbare Faktoren und für den Verbraucher ist die ausbleibende Zahlung oftmals unangenehm. Mit einer passgenauen Kommunikation lassen sich aber für viele Probleme Lösungen finden. Dabei setzen wir gleichermaßen auf die systematische Auswertung von Big Data und unsere jahrelange Branchenerfahrung. Durch intensive juristische Vorprüfungen und vorgelagerte Inkasso-Sequenzen gelingt es uns, rund ein Drittel der Klagen frühzeitig zu verhindern. Davon profitieren beide Seiten: das Unternehmen sowie der Verbraucher.

Mehr als 30% der Zutrittsklagen können durch Inkasso-Sequenzen und intensive Klagevorprüfungen verhindert werden.

Mir ist allerdings auch klar, dass nicht jede Klage verhindert werden kann. Wird die Forderung nicht beglichen, müssen Energieversorger ein weiteres Anwachsen dieser verhindern – die manuelle Sperrung ist dazu der einzige Weg. Dabei ist es uns wichtig, unsere Kunden ganzheitlich zu begleiten. Wir bündeln, steuern und koordinieren den gesamten Prozess; unsere erfahrenen Partnerkanzleien übernehmen die rechtlichen Schritte. Nachdem die Sperrung durchgeführt wurde, übernehmen wir – falls notwendig – die Beitreibung der Schlussabrechnung. Gleiches gilt für die Kosten des Gerichtsverfahrens. Besonders wichtig: Auch während des Klageprozesses versuchen wir weiterhin, die Zahlung der offenen Forderung zu erwirken. Denn selbst, wenn diese erst zu einem späteren Zeitpunkt beglichen wird, senken sich die Kosten für das Energieunternehmen erheblich.

Mit unserem ganzheitlichen, kundenzentrierten Ansatz steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Kundenbeziehung keinen Schaden nimmt. Zeitintensive Zutrittsklagen können verhindert und Kosten gesenkt werden. Und was für mich mindestens so wichtig ist: Der Verbraucher sitzt am Ende nicht im Dunkeln da.

Lesen Sie hier, wie Sie Zutrittsklagen vermeiden und Kunden erhalten.

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