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Financial Solutions
20 Jun 2018

Mission accomplished: 95 E-Commerce-Betrüger in internationaler Operation festgenommen

Meine Teilnahme an der E-Commerce Working Group trägt Früchte

Ich habe vor ein paar Wochen bereits über meine Beteiligung an der E-Commerce Working Group der EC3 , Europols European Cybercrime Centre, berichtet. Einmal im Jahr gehe ich zehn Tage lang mit Europol und anderen privaten Unternehmen bei der sogenannten „Retail Week of  Action“ auf „Verbrecherjagd“ im E-Commerce. Dabei verkürzen wir das übliche Prozessvorgehen und melden verdächtige Aktivitäten direkt an die Behörden. Online-Händler, Banken, Logistikunternehmen und Finanzdienstleister liefern einzelne Puzzleteile an Daten und Informationen, die zu einem aufschlussreichen Bild zusammengefügt werden, um Betrug im Online-Handel aufzudecken.

Vom 4. Bis 15. Juni war es wieder so weit. Nachdem die E-Commerce-Aktion in 28 Ländern gelaufen ist, sind nun die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit veröffentlicht worden. Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt! Denn durch die Zusammenarbeit wurden 95 professionelle Betrüger und Mitglieder internetbasierter krimineller Netzwerke, die im Verdacht stehen, Online-Betrugsaktivitäten zu betreiben, verhaftet. Dieser Erfolg zeigt, wie wichtig die Analyse und Kombinierung von Daten der verschiedensten Institutionen, Shops und Zulieferern ist, um Betrug im E-Commerce zu stoppen. Zudem kann man sehen, dass die Risikoanalyse und ein umfassendes Risikomanagement für jeden Onlineshop ein „Must Have“ sind.

Wie groß der Schaden durch Betrüger für Onlineshops ist, zeigen die mehr als 20.000 betrügerischen Transaktionen mit einem geschätzten Wert von 8 Millionen Euro. Die digitalen Möglichkeiten und die großen Datenansammlungen in Online-Accounts bieten in den meisten Fällen einen guten Nährboden, um solch eine große Anzahl an illegalen Transaktionen durchzuführen.

Mithilfe von gezielt eingesetzten Risikoprüfungen kann das betrügerische Verhalten eingedämmt werden. Allerdings sind der Aufbau und die Pflege der erforderlichen Prüfungen zur Identifizierung von Betrügern mit teils erheblichem Aufwand verbunden. In diesem Fall bietet es sich an, das Knowhow eines externen Anbieters wie Arvato Financial Solutions in Anspruch zu nehmen. Ganz einfach, weil diese Dienstleister ein besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis gewährleisten. Händler, insbesondere jene mit einem hohen Anteil an digitalen Transaktionen, sollten ihre Möglichkeiten zur Auslagerung einiger oder aller Aktivitäten im Betrugsmanagement prüfen. Dies erfordert einen umfassenden Blick auf die internen Kosten der Betrugsbekämpfung, die gegen die Kosten und Vorteile von Outsourcing abgewogen werden müssen. Dabei ist Outsourcing eine attraktive Option für viele Händler.

Bei der Wahl Ihres Dienstleisters sollten Sie darauf achten, dass das Angebot die grundlegenden Lösungen beinhaltet: die Plausibilitätsprüfung von Adress-, Konto- oder Kreditkartendaten, die Abfrage von Negativlisten, die Einholung  von Bonitätsauskünften sowie die Durchführung von Betrugsprüfungen. Einige Managed Payment Services  haben solche Angebote bereits als Modul integriert.

Die Maßnahmen von Europol bekämpfen Kartenbetrug und zielen auf eine sicherere Online-Umgebung für Kunden weltweit ab, indem Informationen ausgetauscht und bewährte Verfahren zwischen Strafverfolgungsbehörden und dem privaten Sektor entwickelt werden.

Als Mitarbeiter von Arvato Financial Solutions bin ich einer von 200 privaten Partnern, die der Strafverfolgung in diesem Jahr beigetreten sind. Dabei finde ich es wichtig, nicht nur aktiv Betrüger bei illegalen Aktivitäten zu stören, sondern schon einen Schritt voraus zu sein und den Zugriff auf meine Daten und die der Kunden erst gar nicht zu erlauben. Das bedeutet, dass Händler einen wachsenden Teil der Ausgaben für die Prävention und Bekämpfung von Betrugsaktivitäten aufwenden müssen, indem sie ein Gleichgewicht zwischen der Sicherung und Authentifizierung von Kundentransaktionen und der Aufrechterhaltung des Kundenerlebnisses sowie der Maximierung der Rentabilität finden. Meine Empfehlung dabei ist es, die Betrugsmanagementaktivitäten an eine dedizierte und sachkundige dritte Partei auszulagern, die es ermöglicht, Betrug wirksam zu bekämpfen.

 

 

Ralf Hornberger

Key Account Manager | Arvato Financial Solutions

 

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