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Wie sich Onlinehändler vor Betrug schützen können

Vor einiger Zeit hatte ich ein sehr angenehmes Gespräch und Interview mit Florian Kolf, einem Redakteur des Handelsblatts. Am 13. Februar hat er Teile unseres Gesprächs in dem Artikel „Die dunkle Seite des E-Commerce – Betrug sorgt für Milliarden-Schäden“ im Handelsblatt veröffentlicht. In diesem Blogbeitrag möchte ich meine Kernaussagen aus dem erschienenen Handelsblatt-Artikel teilen und zusätzlich einige Tipps geben, wie Onlinehändler sich vor Betrug schützen können.

Als Lösungsanbieter für Identity und Fraud Management beschäftigen wir uns täglich mit Betrugsfällen und -methoden und stellen dabei immer wieder fest, dass viele Onlinehändler Betrug nicht zur Anzeige bringen. Der Grund: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Täter gefasst werden ist in der Regel zu gering und die mit einer Anzeige verbundenen Aufwände zu hoch. Vielmehr sehen Händler einen gewissen Schaden durch Betrug als Teil des „normalen“ Geschäftsrisikos, sprich es handelt sich um eine kontinuierliche Abwägung zwischen Chancen und Risiken und daraus abgeleiteten Maßnahmen zur Betrugsprävention.

Auf der anderen Seite haben sich die Betrüger über Foren wie auch Onlinemarktplätze im Darknet professionalisiert. Von Drogen über Waffen bis hin zu gestohlenen Accounts kann man dort alles erwerben. Der Service ist sozusagen rund, Onlinebetrüger finden hier für jeden Bedarf ein Angebot und auf jede Frage eine Antwort. Selbst Kriminelle setzen unseren Beobachtungen zufolge, mittlerweile Künstliche Intelligenz ein und versuchen sich unter anderem auf diesem Weg gegen Enttarnung zu schützen.

So entsteht ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Ermittlern und Betrügern, bei dem sich die Betrüger immer weiter professionalisieren und die Online-Händler sich mit neuen und effektiveren Methoden zur Betrugsvermeidung ausrüsten.

Um Betrug frühzeitig zu erkennen und somit zu verhindern, empfiehlt sich je nach Kontext eine sinnvolle Kombination unterschiedlicher Technologien und Prozesse, die von einer im Hintergrund laufenden Nutzer-Authentifizierung bis hin zur Optimierung und Automatisierung der manuellen Transaktionsprüfung reichen kann.

Dazu gehören heute:

  • Die Bewertung von Risiken, Identifizierung von Betrugsmustern und Anomalien mit adaptiven Entscheidungsmodellen durch maschinelles Lernen und Big Data Analytics.
  • Die automatisierte Überwachung von Transaktionen und regelbasierte Entscheidungsfindung durch die intelligente Verknüpfung und Auswertung von Geräte-, Benutzer- und Transaktionsdaten.
  • Real-time Geräteidentifikation zur Unterscheidung verdächtiger und vertrauenswürdiger Geräte mit Hilfe des Browser-Fingerprints.
  • Biometrische Authentifizierung mit Hilfe von Machine-Learning-Algorithmen. Unsichtbare Zwei-Faktor-Authentifizierung.
  • Collective Intelligence Network basierend auf gemeinsamen Daten von verschiedenen Pool-Teilnehmern.

Weitere Informationen zu Betrugspräventions-Lösungen und wie Sie Ihr Unternehmen schützen finden Sie hier.


Den oben erwähnten Artikel des Handelsblatts „Die dunkle Seite des E-Commerce – Betrug sorgt für Milliarden-Schäden“ finden Sie hier.

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