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Financial Solutions
25 Jun 2018

Payment-Partner im E-Commerce: Achten Sie beim PSP nicht nur auf den Service, sondern auch auf versteckte Kosten

Warum die Kooperation mit dem richtigen Payment Service Provider im wahrsten Sinne bares Geld wert sein kann

Wer mit seinem Online-Shop langfristig eine Erfolgsgeschichte schreiben will, kommt an der Kooperation mit einem Payment Service Provider (PSP) nicht vorbei – das ist die einhellige Meinung in der E-Commerce-Branche, die ich als Head of Product Management immer wieder zu hören bekomme. Die Argumente klingen natürlich schlüssig: Online-Händler schließen im besten Fall nur  einen Vertrag ab, der PSP übernimmt im Gegenzug die Abwicklung aller gängigen Zahlarten, teilweise sogar inklusive Forderungs- und Risikomanagement.

Ich kann den Kollegen nur zustimmen, schließlich werden auch die komplexen Sicherheitsanforderungen der Kreditkartenunternehmen in die Hände von Experten gegeben. Ein weiterer Vorteil bei der Zusammenarbeit mit einem PSP ist die technische Anbindung, die für die gängigen Zahlarten wie Kreditkarte, Lastschrift, den Kauf auf Rechnung oder PayPal vergleichsweise einfach ist und über eine Plug-In-Lösung stets aktuell gehalten wird.

Wenn es um die Wahl des richtigen Zahlungsdienstleisters geht, verlieren viele Händler bei all diesen Service-Vorteilen aber schnell den ganzheitlichen Blick für die Kosten, die durch die Zusammenarbeit entstehen. Es ist selbstverständlich, dass sich ein PSP wie jeder andere Dienstleister für seine Leistungen entlohnen lässt. Neben einer monatlichen Gebühr werden Unternehmen in der Regel für jede Transaktion zur Kasse gebeten. Dabei sprechen wir zwar nur von ein paar Cent pro Transaktion, das kann sich je nach Umsatz aber rasend schnell zu einem beachtlichen Posten in der Bilanz summieren.

Über diese Kosten hörte ich vor ein paar Tagen auf einer Messe zwei Händler sprechen, die sich einig waren, dass sie für die Zusammenarbeit mit ihrem Payment Service Provider das beste Angebot herausgeschlagen hätten. Beide haben einen Vertrag mit dem gleichen PSP und zahlen für die Transaktion pro Zahlart auch exakt die gleiche Gebühr, obwohl sie in unterschiedlichen Branchen unterwegs sind: Einer von ihnen vertreibt hochpreisige Weine, der andere Händler ist schon seit vielen Jahren in der Modebranche tätig – zwei völlig unterschiedliche Voraussetzungen für das Gespräch, das die beiden führten.

Es klingt zunächst komisch, aber die Kosten pro Transaktion sollten immer stark von der präferierten Zahlart abhängen. Wenn wir die beiden Fälle miteinander vergleichen, wird schnell klar, worauf ich hinaus will: Während der Weinhändler erklärte, dass in seinem Web-Shop ungefähr gleich oft mit Kreditkarte, per Lastschrift und auf Rechnung bezahlt wird, sieht es bei dem zweiten Händler komplett anders aus. Weil Kunden im Fashion-Bereich das T-Shirt oder die Hose erst anprobieren wollen, bevor sie bezahlen, liegt der Anteil des Rechnungskaufs in dieser Branche besonders hoch; so auch bei dem Händler, mit dem ich auf der Messe gesprochen und dem ich hinterher dazu geraten habe, über einen Wechsel des Zahlungsdienstleisters nachzudenken.

Dass der PSP für beide Händler die gleichen Gebühren pro Transaktion für den Kauf auf Rechnung verlangt, ist nämlich schlichtweg dreist. Ein fairer Dienstleister berücksichtigt Ihren Zahlarten-Mix und gestaltet dementsprechend auch das Preismodell. Einem Händler aus dem Fashion-Bereich, in dem die Retourenquote besonders hoch ist, für den Kauf auf Rechnung genauso viel Geld wie einem Händler aus der Food-Branche abzuknöpfen – das ist ein Unding, das bei mir nur Kopfschütteln auslöst. Um bares Geld zu sparen, sind Unternehmen gut beraten, ein transparentes Preismodell einzufordern, ansonsten erkennen sie im Nachhinein, dass sie in eine Kostenfalle getappt sind.

Unsere Pay-after-Delivery-Lösung AfterPay lässt sich direkt anbinden, aber auch wir arbeiten mit Payment Service Providern zusammen, um unsere flexible Bezahllösung für den Kauf auf Rechnung, Lastschrift und Rate im Paket mit anderen Zahlarten integrieren zu können. Natürlich haben wir keinen Einfluss auf die Preispolitik unserer Partner, allerdings gehen wir nur Kooperationen mit Dienstleistern ein, die wirklich mit offenen Karten spielen und zu fairen Preisen eine technisch einwandfreie und auf den jeweiligen Händler zugeschnittene Anbindung aller relevanten Zahlarten gewährleisten.

Schauen Sie kommende Woche wieder auf unserem Blog vorbei, um zu erfahren, warum praktisch kein Online-Händler an einem PSP vorbeikommt. Oder laden Sie sich schon jetzt unseren neuen Business Insights Report herunter und holen sich sechs Tipps für die Wahl des richtigen Zahlungsdienstleisters.

Jan Kalle Wulf

Head of Product Management AfterPay DACH | Arvato Financial Solutions

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