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Sharing Mobility: Innovative Ideen brauchen ein solides Rückgrat, um zu erblühen

Besitz – dieses Wort stand vor einiger Zeit noch für die Versinnbildlichung von Wohlstand. Heute weicht dieser Begriff jedoch mehr und mehr neuen Denkweisen. Nachhaltige Nutzergewohnheiten und Teilen lösen das faktische Besitzen ab und ermöglichen völlig neue Geschäftsmodelle für die Wirtschaft – wie zum Beispiel das Carsharing in der Automobilindustrie. Voraussetzung, um solch innovative Unternehmensideen zu etablieren, ist die Digitalisierung. In der Automobilbranche beispielsweise müssen komplexe Prozesse – einschließlich der Abonnementmodelle für Fahrzeuge – im Hintergrund koordiniert werden, während gleichzeitig eine optimale Customer Experience gewährleistet werden muss.

Ich will nicht sagen, dass der bereits tiefsitzende Trend der Sharing Economy innerhalb kürzester Zeit den gängigen Habitus des Besitzens ablösen wird. Natürlich werden Anbieter von Waren wie Autos auch in Zukunft weiter Besitztümer verkaufen. Doch die Käufer sind dann gegebenenfalls vermehrt Liebhaber oder Sammler. Der Besitz eines Autos bringt allerdings immer bestimmte Verpflichtungen mit sich, die Konsumenten in ihrer Flexibilität einschränken. Die Möglichkeit ein Auto gegen ein bestimmtes Entgelt spontan zu nutzen, ohne jegliche Verpflichtungen einzugehen, könnte die Vorteile ein eigenes Auto zu besitzen jedoch für viele aufwiegenBereits letztes Jahr habe ich in einem Blogbeitrag analysiert, welche Geschäftsideen aus dem Trend der Sharing Economy bislang hervorgegangen sind, wie diese über Plattformen koordiniert sowie deren zugrundeliegenden Finanzprozesse gesteuert werdenDamals prognostizierte ich, dass eine reine Geschäftsidee, die den nachhaltigen Trend des Teilens beinhaltet – und sei sie noch so grandios – nicht ausreicht. Vielmehr müssen die gesamten Prozesse in einem Unternehmen auf die neuen Möglichkeiten der Sharing Economy ausgerichtet werden. Insbesondere in der Automobilbranche, die sich bisher darauf konzentrierte, möglichst viele Autos zu verkaufen, müssen neue Prozesse etabliert werden. Nur so können Automobilkonzerne auch diejenigen erreichen, die kein Auto besitzen, aber trotzdem mobil sein wollen. Das sollte jedoch nicht abschrecken, sondern die Pioniere unserer Zeit motivieren, nach Lösungen zu suchen – und zwar solchen, die komplexe Vorgänge vereinfachen. 

Der wegweisendCarsharing-Ansatz von Lynk & Co 

Zu diesen Pionieren der heutigen Zeit, die die Mobilität revolutionieren, zählt etwa Lynk & Co. Das Unternehmen stellte fest, dass Autos im Durchschnitt circa 96 Prozent der Zeit unbenutzt vor dem Haus stehen. Viele Leute, insbesondere in urbanen Gegenden, wollen heute kein Auto mehr besitzen. Sie wollen es zwar einsatzbereit wissen, wenn sie es benötigen, aber nicht ungenutzt sehen – denn das entspricht einfach nicht mehr ihrer nachhaltigen und effizienten Lebensweise. Aus diesem Grund startet Lynk & Co derzeit ein exklusives und wegweisendes Mitgliedschaftsmodell mit einfacher Preisstruktur, maximaler Flexibilität für Nutzer und monatlicher KündigungsfristUm langen Standzeiten von Autos entgegenzuwirken, bietet Lynk & Co eine P2P-Carsharing-Option an. Bei dieser können Nutzer zwischen einer kostenlosen, in der sie lediglich Autos anderer Mitglieder nutzen, oder einer monatlichen Mitgliedschaft wählen. Letztere bekommen ein Fahrzeug von Lynk & Co gestellt und können dieses zur Mitbenutzung für andere Mitglieder bereitstellen. Daraus ziehen am Ende beide Parteien einen Vorteil: Zum einen reduziert sich der zu entrichtende Preis für den Abonnementhalter, wenn er das Fahrzeug zur Mitbenutzung anbietet. Zum anderen können Mitglieder, die kein Fahrzeug abonniert haben, verfügbare Autos spontan nutzen. Ein Konzept, das einfach, aber gleichzeitig bahnbrechend ist. 

Einfachheit bringt oft unsichtbare Komplexität mit sich 

Trotzdem bringt auch so ein genial einfaches Konzept im Handling eine große Komplexität mit sich. Denn um die Einfachheit des Ansatzes auf das Kundenerlebnis zu übertragen, müssen die Hintergrundprozesse von an Anfang mitgedacht und gemeinsam mit dem Konzept selbst entwickelt werden. Nur so kann ein absolut reibungsloser Ablauf erzeugt werdenKomplexe Services, wie die von Lynk & Co, müssen also zunächst in individuelle und automatisierte Hintergrundprozesse übersetzt werden. Will ein Unternehmen zudem Kunden in verschiedenen Ländern ansprechen, sollte es sich von einem international aufgestellten Dienstleister unterstützen lassen, der die lokalen Bedürfnisse und Kulturen des jeweiligen Landes kennt und in der Lage ist, dieses Wissen in Prozesse umzusetzen. Es sollte nicht vergessen werden, dass Geschäftsmodelle mit Mitgliedschaften wie bei Lynk & Co in der Automobilindustrie eher selten zu finden sind. Das liegt daran, dass die Abwicklung im Bereich Automotive deutlich komplexer ist als die eines monatlichen Abonnements für einen Streaming-Dienst. Was Lynk & Co betrifft, so erhalten monatliche Abonnementhalter einen bestimmten Geldbetrag zurück, wenn sie ihr Auto mit anderen Mitgliedern teilen. Trotz solcher Feature muss die Customer Experience während der gesamten Customer Journey im Mittelpunkt stehen. Prozesse sollten so weit wie möglich automatisiert, aber dennoch so persönlich und individuell wie möglich gestaltet werden, wenn es um die direkte Kundenkommunikation geht. Und dies bezieht sich nicht nur auf die Autofahrt selbst, sondern auch auf die Registrierung, die Abwicklung der Mitgliedschaft, die Bezahlung sowie die Kundenkommunikation im Falle ausbleibender Zahlungen. 

Technologie, die Wachstum ermöglicht 

Hier kommen wir als Arvato Financial Solutions ins Spiel und unterstützen dabei, weitreichende Ideen zu wirtschaftlich funktionierenden und wachsenden Geschäftsmodellen werden zu lassen. Mit fundierter und langjähriger Branchenexpertise decken wir die gesamte Prozesskette im Hintergrund ab und liefern mit unserem Mobility-Clearing-Service eine Lösung, die komplexe Finanzprozesse im Hintergrund vereinfachen kann. Diese deckt vom Risikomanagement, die für den Bereich des Sharings wichtige Abonnementverwaltung über die Abwicklung der Zahlungen und die Buchhaltung bis hin zum Inkassoprozess alles ab. Durch die Implementierung von Big Data in die Backend-Prozesse sind wir in der Lage, betrügerisches Verhalten frühzeitig und sicher zu erkennen sowie vor Abschluss einer Transaktion auf Kunden aufmerksam zu machen, die nicht über die erforderliche Bonität verfügen. Damit helfen wir Unternehmen, das Risiko ausstehender Zahlungen und Rückbuchungen zu reduzieren und gleichzeitig Verbrauchern ein optimales Kundenerlebnis zu gewährleisten, indem wir eine Vielzahl von Zahlungsoptionen anbieten und individuell auf ihre Bedürfnisse eingehen.  

Alles in allem kümmern wir uns um die Backendprozesse der Branche und ermöglichen Unternehmen zeitnah auf neue Trends aufzuspringen und zu wachsen. Unsere Passion ist, solche innovativen Ideen wie von Lynk & Co zu ermöglichen, indem wir Komplexes einfach machenNur so profitieren große Teile der Gesellschaft von nachhaltigen Geschäftsmodellen.  

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