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28 Nov 2017

Startups brauchen Kapital – und einen starken Partner

Bericht vom WHU Entrepreneurship Roundtable: Wie lautet die ‚New Business Formula‘?

Die WHU – Otto Beisheim School of Management gilt schon seit Langem als Top-Adresse für Studierende, die später erfolgreiche Gründer werden wollen. Da passt es ins Bild, dass die private Wirtschaftshochschule einen Roundtable zum Thema Entrepeneurship ins Leben gerufen hat. Ziel ist die Organisation von Events, bei denen Geschäftsideen und Strategien diskutiert werden, um Know-how im Bereich Startups und Unternehmertum zu vermitteln – ein Konzept, das neben den Studenten auch Gründer und junge Unternehmer an die WHU führt.

WHU8Am vergangenen Freitag stand am Düsseldorf Campus der nächste Roundtable auf dem Programm. Grundlage für den Abend bildete die Studie „New Business Formula – Neue Wege zum Corporate New Business Erfolg“, die von der Unternehmensberatungs-Agentur mm1 durchgeführt worden war. Den Initiatoren der Studie ging es vor allem darum, die Unterschiede der Startup-Finanzierung durch Unternehmen (Corporate Venture Capital, CVC) im Vergleich zu klassischen Venture-Capital-Investments (CV) aus Sicht der Investoren zu beleuchten. Die wichtigsten Ergebnisse der Befragung von 25 VCs und CVCs (unter anderem Axel Springer Plug & Play, BMW iVentures oder Robert Bosch Capital) präsentierte Rainer Lindenau, Managing Partner von mm1.

Im Anschluss folgte eine hochinteressante Podiumsdiskussion zwischen VC- und CVC-Vertretern und erfolgreichen Gründern wie Florian Swoboda (Founder von Liberty Ventures und bezahlen.de) und Dustin Figge (Founder und Manging Director von Homelike). Die Investoren-Ergebnisse der Studie wurden also um die Sichtweise der Startups ergänzt – und genau das machte das Panel für die rund 150 Teilnehmer im Hörsaal so interessant.

Einleitend beschrieb Julia Schiefer, Head of Venture Capital bei der Ceconomy AG, einen grundlegenden Unterschied zwischen CV und CVC-Finanzierungen: „Für Corporates und Startups bestehen noch große Barrieren, um im Innovationsbereich schneller und weniger komplex agieren zu können und international wettbewerbsfähiger zu werden.“ Die oftmals strategische Ausrichtung der CVCs, auch mit Blick auf ihre Startup-Investments, stellte sich im Laufe der Gesprächsrunde als wesentliches Hemmnis für eine höhere Akzeptanz solcher Beteiligungen an Startups heraus, insbesondere in frühen Unternehmensphasen.

Diese Meinung teilt auch Dr. Bernhard Düttmann, der verschiedene Beirats- sowie AR-Mandate hält. Für ihn hänge der Erfolg von New Business vor allem von den Investoren ab. Sie müssten für junge Unternehmer als Mentor bereitstehen und Startups durchgehend beraten, sagte der frühere CFO von Laxness und Beiersdorf, der sich selbst leidenschaftlich dafür einsetze, gute Ideen zu fördern.

WHU7Eine dieser Ideen, der womöglich eine große Zukunft bevorsteht, hat Dustin Figge mitentwickelt. Das Startup des Gründers, den ich persönlich aus seiner Zeit bei Arvato kenne, bietet unter anderem Personalabteilungen die Möglichkeit, möblierte Wohnungen ab einem Monat Mietzeit komplett online für ihre Mitarbeiter zu buchen. Ohne das nötige Venture Capital würde der Traum von Dustin und seinem Co-Founder Christoph Kasper vielleicht schon geplatzt sein.

„Aber trotzdem will ich keinen Investor, der mir in mein Business quatscht und jeden Tag irgendwelche Reportings fordert“, antwortete Dustin auf die Frage, wie für ihn der ideale Partner aussehe und wie dessen Ziele lauten sollten. „Es darf auf keinen Fall so sein, dass wir nur das Kapital mitnehmen. Es darf aber genauso wenig sein, dass uns der Investor dafür benutzt, um mehr über ‚diese ominöse Digitalisierung‘ zu erfahren. Wir wollen strategische Partner, die Spaß und den Mut haben, in junge Leute und gute Ideen zu investieren.“

Einen solchen Investor hat Dustin just im Bereich des traditionellen Unternehmertums gefunden. Ein Geschäftsmann aus dem Schiffsbau gehört schon lange zum Investorenzirkel von Homelike und die Zusammenarbeit hat das richtige Maß – ein kleiner Gegenbeweis zu der These, dass CVCs bei Startups nicht so gut gelitten sind wie klassische VCs.

Meiner Meinung nach hat der Roundtable vor allem eines gezeigt: Es sind die Menschen, die Verträge machen und miteinander arbeiten. Ob sie dies aus einem VC oder einem CVC heraus tun, ist dabei eigentlich nebensächlich, solange die Ziele des Startups nicht konterkariert werden. Dabei haftet CVCs eher der Ruf an, durch strategische Nebeninteressen den isolierten Erfolg des Startups manchmal nicht uneingeschränkt zu unterstützen. Kapital und starke Partner an ihrer Seite braucht aber jeder Gründer – das können Investoren sein, das können aber auch Unternehmen wie wir von Arvato mit unseren Lösungen sein.

Ein gutes Beispiel ist unsere Pay-after-Delivery-Lösung AfterPay, die jungen Unternehmen hilft, kundenfreundliche Zahlarten wie Rechnung, Lastschrift und Rate im Onlineshop anzubieten. Mit AfterPay haben Gründer die beruhigende Gewissheit, dass sich Profis um die Administration der Debitorenforderungen und verlässliche Zahlungsströme kümmern, so dass das für das Wachstum dringend benötige Geld umgehend reinvestiert werden kann.

Patrick Stephan_V2Patrick Stephan

– Senior Sales Manager –

AfterPay Deutschland

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