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Financial Solutions
19 Apr 2018

Zahlungen im Abo-Commerce: Warum so kompliziert, wenn es auch einfach geht?

Wiederkehrende Rechnungen sind im digitalen Zeitalter kein Fluch, sondern ein Segen

Wie viele andere meiner Landsleute bin ich in den vergangenen Jahren vom eigenen Auto auf Bus und Bahn umgestiegen. Nachdem ich in die Innenstadt gezogen bin, habe ich mein Auto verkauft, seitdem stehe ich nicht mehr im Stau, sondern kann mich während der Fahrt ins Büro sogar schon auf meine Termine vorbereiten. Dass durchschnittlich 30 Millionen Deutsche täglich öffentliche Verkehrsmittel nutzen, ist für mich keine Überraschung. Autofahren verbinde ich mittlerweile mit Stress, Bahnfahren ist dagegen bequem und spart Zeit.

Kompliziert machen es mir die Verkehrsbetriebe in meiner neuen Wahlheimat erst, wenn es ans Bezahlen geht. Um das zu erklären, muss ich ein bisschen ausholen: Weil ich beruflich viel in anderen Städten und Ländern unterwegs bin, lohnt sich für mich kein Monatsticket. Wenn ich ins Büro oder abends zu Freunden fahre, ziehe ich mir einzelne Fahrscheine entweder am Automaten, an dem ich mit meiner EC-Karte bezahle, oder buche die Tickets online über die App. Beides mag praktisch sein, beim Blick in mein Online-Banking-Account stehen mir aber regelmäßig die Haare zu Berge. Jedes Ticket wird einzeln abgerechnet, jeder Posten mit Beträgen zwischen 1,70 Euro und 2,80 Euro einzeln aufgeführt.

Ich frage mich oft, warum die Abrechnungen so kompliziert sein müssen, wenn es doch so einfach gehen kann: Ein Produkt oder eine Dienstleistung wird im Abonnement angeboten, alle Rechnungen werden Ende des Monats in einer Rechnung zusammengefasst. Dieser denkbar einfache Prozess ist in vielen Branchen schon längst angekommen und wird immer beliebter – was nur verständlich ist, schließlich haben sowohl Händler als auch die Verbraucher etwas davon. Hat sich der Kunde für eine Zahlmethode entschieden und seine Kontodaten hinterlegt, braucht er in der Regel nichts weiter zu tun, als die Produkte auszuwählen und die Ware in Empfang zu nehmen, oder wie ich mein Bahnticket zu kaufen.

Dass viele Forderungen für Händler eine Last sind, ist ein Trugschluss. Ganz im Gegenteil, im digitalen Zeitalter sind sie sogar ein Segen. Die Erklärung ist ganz einfach: Für Unternehmen, die auf ein Abo-Modell setzen, ist die Anmeldung mit Bezahldaten nicht mit einer einmaligen Transkation, sondern mit wiederkehrenden Zahlungen verbunden, im besten Fall über mehrere Jahre. Wenn der Kunde seine Kartendaten also schon bei der Registrierung hinterlegt, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass er das Produkt oder die Dienstleistung im Abonnement länger nachfragt.

Damit Händler wiederkehrende Zahlungen erfolgreich abwickeln können, brauchen sie allerdings die Unterstützung eines Anbieters, die sich nicht nur um die Abwicklung, sondern teilweise auch die Verwaltung der Zahlungen kümmern. Für welchen Service sich ein Unternehmen entscheidet, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab: dem Produkt, der Tarifstruktur und dem gewünschten Funktionsumfang. Während sich einige Anbieter auf Download-Produkte spezialisiert haben, dafür aber keine Zahlungen für physische Waren abwickeln, genügt für die meisten Abo-Modelle mit einer einfachen Abwicklung von wiederkehrenden Zahlungen oft schon ein normaler Payment-Service-Provider (PSP).

Anders sieht es bei Abonnements mit komplexeren Tarifstrukturen aus, die eine Zusammenarbeit mit einem Recurring-Billing- und Full-Service-Provider erfordern. Ihr großer Vorteil gegenüber PSPs ist, dass sie unter anderem auch die Abrechnung und Vertragsverwaltung übernehmen – zwei Aufgaben, die besonders bei Händlern mit einer großen Anzahl von Kunden oder Bestellungen mit einem hohen Zeit- und damit auch Kostenaufwand verbunden sind.

Welcher Anbieter für Ihr Produkt der richtige ist und wie Sie die Conversion Rate im Abo-Commerce erhöhen, erfahren Sie in unserem neuen E-Book , das sich mit den Herausforderungen und Chancen in der Subscription Economy beschäftigt. Wenn Händler und Hersteller erst einmal die technischen Hürden gemeistert haben, warten nämlich viele Vorteile auf sie. Dazu gehört auch die stärkere Bindung zum Kunden, die wie ich glücklich sind, wenn Zahlungen ganz einfach im Abonnement abgewickelt werden.

Daniel Spenner

Account Manager E-Commerce | Arvato Financial Solutions

 

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